Über mich

Alles begann irgendwann

Wie fängt man an zu beschreiben, wie man zum Whisky-Genießer wurde? Wie wohl die meisten trank ich Whisky während meines Studiums wenn überhabt in der Variante "Jackie-Cola".

Ein Freund, der schon mehrere Single Malts zu Hause hatte, brachte mir dann den schottischen Single Malt Whisky näher und wie man ihn pur genießt. Und was soll ich sagen: ich war begeistert. Das Ergebnis hatte so gar nichts mit dem scharfen Alkohol zu tun, den ich bisher kannte. Dies hier war eine weitaus bessere Qualität, das konnte ich damals schon erahnen. Wie anders Whisky sein kann, habe ich dann aber erst im Laufe der Jahre erlernen dürfen. Aber ab diesem Moment habe ich angefangen, mich für das Thema "Single Malt" zu interessieren.

Faszination und Leidenschaft

Das Interesse wuchs mehr und mehr.Ich begann Fachmagazine zu lesen, fing eine kleine Sammlung an eigenen Whiskys an.Das Regal im Wohnzimmer wurde voller und voller. Ich trat in Gruppen in diversen SocialMedia-Netzwerken ein und entdeckte, dass ich noch ganz am Anfang einer großen Leidenschaft stehe. Durch ein großes Netzwerk wuchs die Faszination immer weiter, mir offenbart wurde, was es noch alles noch gibt.

Zum Junggesellenabschied eben jenes Freundes, der mich zum Whisky brachte, nahm ich auch an meinem ersten professionellem Whiskytasting teil. Dieses Event fesselte mich vollends. Die Atmosphäre, die Geselligkeit, das gemütliche miteinander gepaart mit dem leckeren Drams: was ein toller Abend.

In den den folgenden Jahren nahm ich an vielen Tastingveranstaltungen teil: mal in kleiner Runde in Kneipen oder Bars, große Veranstaltungen in edlem Rahmen mit begleitendem Dinner, Tastings in Whiskyshops, Massenevents auf Messen oder bei Destillerien vor Ort.

Daneben begannen wir im Freundeskreis immer mal wieder Tastings organisieren. Jeder brachte eine Flasche mit, meist zu einem vorgegebenen Thema, fertig war das Tasting. Später gingen wir auch dazu über, dass einer ein Blind-Tasting für die anderen organisierte. Von da an bis heute sind Blind-Tastings nach wie vor mein Favorit unter allen Tastings. Man bekommt immer wieder auch die eigenene Grenzen seiner Geschmackseindrücke aufgezeigt und lernt Demut vor den feinen Nuancen des Whiskyerlebnis.

Eine längere Schottlandreise vor einigen Jahren tat ihr übriges. Durch viele Destilleriebesuche konnte ich das Thema Whisky nun auch in seinen Ursprüngen erleben. Die Führungen in den Destillieren erzählten mir zwar größtenteils das Gleiche, aber das Interesse meinerseits tat dies keinen Abbruch. Den weiteren Teilnehmern war ich wissentechnich meist weit voraus, was aber meine Neugier nicht zügeln konnte. Aber zum ersten Mal hatte ich kurz das Gefühl, mit meinem Wissen schon recht tief drin zu sein in der Materie.

Die Idee zu MyWhiskyTasting

Irgendwann fragte mich ein Freund, ob ich nicht ein Whisky Tasting an einem Junggesellenabschied, den er organisierte, halten wolle. Die Anbieter wären alle zu unflexibel was den Rahmen angeht. Ohne zu zögern sagte ich zu. Tastings im Freundeskreis hatte ich schon öfters moderiert, warum nicht mal für Fremde. Der Abend war ein voller Erfolg, die Gäste interessiert, die Stimmung gut und mir machte es viel Spaß. Klar war und bin ich kein großer Experte, aber für kleine Tastings im privaten Rahmen reichte es allemal.

Darüber motiviert begann ich über Mundpropaganda so etwas häufiger zu machen: mal für einen Ortsverein, ein Mannschaftsabend im Vereinsheim oder für einen kleinen, befreundeten Whiskyclub. Mit der Zeit wurde ich professioneller, der Spaß daran ließ nicht nach. Es entstand diese kleine Webseite und so geht es weiter. Abseits des Mainstream der Szene mache ich das, was mir so viel Spaß macht. Weiterhin ohne eigene Räumlichkeiten komme ich zu jedem, der irgendwo ganz flexibel ein Tasting möchte - in den eignen vier Wänden, im Vereinheim, für Firmen oder als Whiskywanderung. Ganz unkonventionell, ganz flexibel, ganz persönlich und mit ganz viel Leidenschaft.

Slainte math, liebe Leser!

Euer Markus